Neuer Gemeindebrief erschienen

ANDACHT

 

Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele. 

(Hebräer 6, 19)

Monatsspruch Mai

 

Endlich wieder Wärme, Sonne, frische Luft. Die Wochen, die uns in den Sommer hineinführen, sind für viele Menschen mit viel Vorfreude und großer Hoffnung verbunden. Nach der Kälte des Winters und einem unsteten Frühjahr locken nun wieder Erlebnisse „Outdoor“, vor der Tür. Manch einer kann es kaum erwarten, das Fahrrad oder gar den Camper aus der Garage zu holen. Auch die Vorfreude auf viel Fußball wächst, zumindest am Fernseher. Schon bald wird es für die Kinder Sommerferien geben. Aber wem Aktivitäten zu beschwerlich oder die Arbeitszeiten zu lang sind, der hat hoffentlich einen Balkon mit einem bequemen Stuhl. Und kann dort ein bisschen den Sommer genießen.

 

Es gehört zur Hoffnung, immer auch schon ein bisschen vorauszuschauen. Und sich eine Vorstellung davon zu machen, was denn wohl kommen könnte. Da bleibt es nicht aus, dass die Gedanken etwas abtreiben. Oder auch einfach leer bleiben, so wie das Boot auf dem Titelbild. Gedanken, die leer irgendwo rumschaukeln, bereit für das, was kommt, und offen um gefüllt zu werden. Wie gut aber, wenn unsere Gedanken, Träume und Hoffnungen nicht davonschwirren, sondern einen festen Halt haben. Der Anker des Bootes ist unsichtbar, verborgen unter den Wellen und nicht leicht zu fassen. Was man aber sieht ist das gespannte Tau, das sich aus den Wellen heraushebt und dem Boot festen Halt gibt. Da ist noch mehr, auch wenn es in der Tiefe bleibt.

 

Dass da „noch mehr“ ist, das ist die Gewissheit, auf der unser Glaube beruht. Leere Gedanken, unerfüllte Träume und vage Hoffnungen gibt es genug. Noch dazu in einer Welt, die derzeit ganz besonders unruhig ist und in der so manche Nachricht hohe Wellen schlägt. Umso wichtiger ist es, dass wir eine feste Verbindung haben zu dem Anker, der dem schwankenden Boot unseres Lebens Halt gibt. Jesus Christus, der Auferstandene, hält uns. Manchmal an der langen Leine, aber doch unerschütterlich und fest. Sonntags im Gottesdienst und bei mancher Gemeindeveranstaltung ist der Ort, wo wir unsere Taue pflegen und uns miteinander vergewissern, dass der Anker noch fest genug sitzt, verankert auf festem Grund. Und wo, wenn’s gut geht, auch so manche Leere gefüllt wird mit neuen Gedanken, Trost und Zuversicht. So, wie wenn ein neuer Sommer bevorsteht und wir gespannt darauf sind, was er mit sich bringt. Denn die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele. 

 

Herzlich,

 

Ihr Pfarrer Christian Utpatel

 

Der neue Gemeindebrief ist erschienen. Er wird ab Sonntag verteilt und kann auch online > hier gelesen werden.

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Veröffentlichung

Sa, 02. Mai 2026

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